Ein Handwerksbetrieb rechnet in Deutschland nach Stunden, und der Satz hängt davon ab, wer die Stunde arbeitet: Geselle oder Meister. Hier stehen die Beträge, die ich bei der Quelle bestätigen konnte, mit Datum, Stichprobe und der Frage, ob die Umsatzsteuer drinsteckt.
Der Stundensatz auf dem Papier lässt sich mit dem vergleichen, was die Erhebungen nennen.

Meisterstunde
73 €
Die beiden Ränder derselben Erhebung
Gesellenstunde
64 €
Elektriker
60 € bis 95 €
Genau danach wird gesucht, und genau das gibt keine Quelle her, die ich prüfen kann. Die Erhebung, auf die sich diese Seite stützt, veröffentlicht je Gewerk nur eine Reihenfolge. Beträge dazu nennt sie nicht, also stehen hier auch keine.
Quelle: OneQrew, Preisatlas Handwerk 2026, Stand 20.04.2026.
Für fünf Gewerke steht deshalb kein eigener Satz auf dieser Seite:
Ein Kostenratgeber rechnet in seinem eigenen Beispiel für ein Bad mit 50 € je Handwerkerstunde und setzt denselben Satz für Elektriker, Installateur, Fliesenleger und Maler an. Das ist eine Rechenannahme und keine Messung, deshalb steht sie hier nicht in der Tabelle, sondern in diesem Satz. Wo sie herkommt, steht auf der Seite zur Badsanierung.
Ein Vergleich, der die Sätze oben einordnet: im Baugewerbe lag der durchschnittliche Bruttostundenverdienst im Stichmonat April 2025 bei 24,19 € ohne Sonderzahlungen und bei 25,65 € mit, bei 40,1 bezahlten Wochenstunden. Das ist, was ein Beschäftigter verdient, und nicht, was ein Betrieb abrechnet. Der Abstand dazwischen ist kein Aufschlag auf den Lohn, sondern alles andere: Zeit ohne Auftrag, Werkzeug, Fahrzeug, Versicherung, Büro, Ausbildung, Gewinn und je nach Quelle die Umsatzsteuer.
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), Tabelle 62361-0033, Stand 22.07.2026.
Die Erhebung hinter den Sätzen oben stammt von einem Softwareverbund für Handwerksbetriebe und speist sich aus dessen Kundennetzwerk. Das ist keine amtliche Statistik, und die Teilnehmer sind Betriebe, die eine solche Software einsetzen. Dafür nennt sie ihre Stichprobe, ihren Zeitraum und ihre Ausgaben, und das ist mehr Methode als jede andere deutsche Quelle zu diesem Thema liefert. Deshalb steht sie hier, mit dieser Einordnung daneben.
Was ich nicht gefunden habe: eine amtliche Erhebung von Stundenverrechnungssätzen. Die amtliche Statistik misst Löhne, und das ist etwas anderes, wie der Abschnitt darüber zeigt.
Das steht bei jeder Zeile einzeln, und es ist nicht überall gleich: eine Ausgabe der Erhebung rechnet ausdrücklich brutto, die nächste ausdrücklich netto, die neueste sagt dazu nichts. Genau deshalb steht hier keine Entwicklung über die Jahre, denn das wären drei Grundlagen hintereinander.
Weil ein Stundensatz nicht der Lohn ist. Aus ihm werden auch die Zeit ohne Auftrag, Werkzeug, Fahrzeug, Versicherung, Büro, Ausbildung und Gewinn bezahlt, und je nach Quelle steckt die Umsatzsteuer noch mit drin. Der Vergleich mit der amtlichen Lohnstatistik weiter unten zeigt den Abstand.
Dazu habe ich keine Erhebung gefunden, die einen Betrag je Gewerk nennt und dazu sagt, worauf er beruht. Die Erhebung, die es gibt, veröffentlicht je Gewerk nur eine Reihenfolge und keine Zahlen. Die Reihenfolge steht auf dieser Seite, die Zahlen erfinde ich nicht.
Anfahrt, Kleinmaterial und Entsorgung werden oft getrennt berechnet. Ob und wie, gehört in den Kostenvoranschlag, und was dort rechtlich gilt, steht auf der Seite dazu.