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Gesellenstunde und Meisterstunde, mit Stichprobe

Handwerker-Stundenlohn: was eine Handwerkerstunde kostet

Ein Handwerksbetrieb rechnet in Deutschland nach Stunden, und der Satz hängt davon ab, wer die Stunde arbeitet: Geselle oder Meister. Hier stehen die Beträge, die ich bei der Quelle bestätigen konnte, mit Datum, Stichprobe und der Frage, ob die Umsatzsteuer drinsteckt.

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Der Stundensatz auf dem Papier lässt sich mit dem vergleichen, was die Erhebungen nennen.

Jede Zeile mit Datum, Stichprobe und UmsatzsteuerstandKein Durchschnitt über verschiedene GrundlagenDer Arbeitsanteil kann die Steuer senken
Elektroarbeiten in einem Wohnraum: neue Leitungen in der Wand und ein offener Verteilerkasten
Was Sie hier bekommenDie Sätze aus vier Quellen, jede mit ihrem eigenen Datum. Keinen Durchschnitt daraus: die Erhebungen rechnen unterschiedlich mit der Umsatzsteuer, und ein Mittelwert über verschiedene Grundlagen wäre eine Zahl, die es nicht gibt.

Was eine Handwerkerstunde kostet

Meisterstunde

73 €

  • 73 € OneQrew, Preisatlas Handwerk 2026, Stand 20.04.2026, ohne Angabe zur Umsatzsteuer, 575 Betriebe, erhoben 13. bis 27. Dezember 2025Die Auswertung nennt rund 73 Euro für eine Meisterstunde und dazu ein Plus von 0,7 Prozent gegenüber dem Preisatlas 2025. Diese Ausgabe steht hier nicht, die Zeile darunter ist die von 2024.
  • 69,26 € handwerk.com, Preisatlas 2024, Stand 26.02.2024, laut Quelle netto, ohne Umsatzsteuer, 534 BetriebeMeister und Techniker zusammengefasst, netto ohne Mehrwertsteuer.
  • 64 € handwerk.com, Preisatlas 2023, Stand 27.04.2023, Umsatzsteuer laut Quelle enthalten, 670 Betriebe, erhoben Februar und März 2023Der korrigierte Wert. Im Fließtext des Artikels steht bis heute 67,80 Euro; der Hinweis darüber nennt die Korrektur auf 64 Euro.

Die beiden Ränder derselben Erhebung

  • 76,45 € HamburgDer höchste Durchschnitt, den die Ausgabe 2026 nennt.
  • 58,80 € Mecklenburg-VorpommernDer niedrigste Durchschnitt derselben Ausgabe. Dazwischen liegen die anderen Länder, die sie nicht einzeln nennt.

Gesellenstunde

64 €

  • 64 € OneQrew, Preisatlas Handwerk 2026, Stand 20.04.2026, ohne Angabe zur Umsatzsteuer, 575 Betriebe, erhoben 13. bis 27. Dezember 2025Die Auswertung nennt rund 64 Euro und stützt sich auf das Kundennetzwerk eines Softwareverbunds für Handwerksbetriebe.
  • 60,85 € handwerk.com, Preisatlas 2024, Stand 26.02.2024, laut Quelle netto, ohne Umsatzsteuer, 534 BetriebeDieselbe Reihe zwei Ausgaben früher, hier ausdrücklich als Nettopreis ohne Mehrwertsteuer.
  • 57,90 € handwerk.com, Preisatlas 2023, Stand 27.04.2023, Umsatzsteuer laut Quelle enthalten, 670 Betriebe, erhoben Februar und März 2023Die älteste Ausgabe, die ich lesen konnte, und die einzige mit Bruttopreisen. Sie steht hier als Ausgangspunkt, nicht als aktueller Preis.

Elektriker

60 € bis 95 €

  • 60 € bis 95 € MyHammer Preisradar, Elektroinstallation, Stand 08.06.2026, ohne Angabe zur UmsatzsteuerDer Ratgeber nennt daneben 25 € bis 45 € je Steckdose. Eine Datenbasis oder Methode nennt er nicht.
Für dieses Gewerk steht hier nur eine Quelle, und sie nennt weder eine Datenbasis noch eine Methode. Nehmen Sie den Satz als Hinweis, nicht als Maßstab.
Eine Zahl in dieser Reihe wurde nachträglich korrigiertDie Ausgabe vom 27.04.2023 nennt im Fließtext bis heute 67,80 € für die Meisterstunde. Die Macher der Erhebung haben den Wert am 21.02.2024 auf 64 € korrigiert, und der Hinweis darauf steht über dem Artikel. Oben steht deshalb der korrigierte Wert. Wer die höhere Zahl irgendwo zitiert findet, sieht die unkorrigierte.

Warum hier keine Tabelle je Gewerk steht

Genau danach wird gesucht, und genau das gibt keine Quelle her, die ich prüfen kann. Die Erhebung, auf die sich diese Seite stützt, veröffentlicht je Gewerk nur eine Reihenfolge. Beträge dazu nennt sie nicht, also stehen hier auch keine.

Eher am oberen EndeDachdecker und Zimmerer / Metall- und Anlagenbau / Sanitär, Heizung und Klima
Eher am unteren EndeGarten- und Landschaftsbau / Maler, Gipser und Stuckateure

Quelle: OneQrew, Preisatlas Handwerk 2026, Stand 20.04.2026.

Für fünf Gewerke steht deshalb kein eigener Satz auf dieser Seite:

  • Fliesenleger
  • Maler, Gipser und Stuckateure
  • Sanitär, Heizung und Klima
  • Dachdecker und Zimmerer
  • Tischler und Schreiner

Ein Kostenratgeber rechnet in seinem eigenen Beispiel für ein Bad mit 50 € je Handwerkerstunde und setzt denselben Satz für Elektriker, Installateur, Fliesenleger und Maler an. Das ist eine Rechenannahme und keine Messung, deshalb steht sie hier nicht in der Tabelle, sondern in diesem Satz. Wo sie herkommt, steht auf der Seite zur Badsanierung.

Lohn ist nicht Stundensatz

Ein Vergleich, der die Sätze oben einordnet: im Baugewerbe lag der durchschnittliche Bruttostundenverdienst im Stichmonat April 2025 bei 24,19 € ohne Sonderzahlungen und bei 25,65 € mit, bei 40,1 bezahlten Wochenstunden. Das ist, was ein Beschäftigter verdient, und nicht, was ein Betrieb abrechnet. Der Abstand dazwischen ist kein Aufschlag auf den Lohn, sondern alles andere: Zeit ohne Auftrag, Werkzeug, Fahrzeug, Versicherung, Büro, Ausbildung, Gewinn und je nach Quelle die Umsatzsteuer.

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), Tabelle 62361-0033, Stand 22.07.2026.

Was ich von diesen Quellen halte

Die Erhebung hinter den Sätzen oben stammt von einem Softwareverbund für Handwerksbetriebe und speist sich aus dessen Kundennetzwerk. Das ist keine amtliche Statistik, und die Teilnehmer sind Betriebe, die eine solche Software einsetzen. Dafür nennt sie ihre Stichprobe, ihren Zeitraum und ihre Ausgaben, und das ist mehr Methode als jede andere deutsche Quelle zu diesem Thema liefert. Deshalb steht sie hier, mit dieser Einordnung daneben.

Was ich nicht gefunden habe: eine amtliche Erhebung von Stundenverrechnungssätzen. Die amtliche Statistik misst Löhne, und das ist etwas anderes, wie der Abschnitt darüber zeigt.

Was danach meistens drankommt

Kostenvoranschlag prüfenOb der genannte Betrag bindend ist und was gilt, wenn die Rechnung höher ausfällt.Sanierungskosten berechnenDie Spanne für Bad, Küche oder Anbau, aus veröffentlichten Quellen mit Datum.Handwerkerleistungen absetzenDer Arbeitsanteil einer Rechnung kann die Steuer senken. Der Materialanteil nicht.

Häufige Fragen

Ist der Stundensatz mit oder ohne Umsatzsteuer?

Das steht bei jeder Zeile einzeln, und es ist nicht überall gleich: eine Ausgabe der Erhebung rechnet ausdrücklich brutto, die nächste ausdrücklich netto, die neueste sagt dazu nichts. Genau deshalb steht hier keine Entwicklung über die Jahre, denn das wären drei Grundlagen hintereinander.

Warum ist der Stundensatz so viel höher als der Lohn?

Weil ein Stundensatz nicht der Lohn ist. Aus ihm werden auch die Zeit ohne Auftrag, Werkzeug, Fahrzeug, Versicherung, Büro, Ausbildung und Gewinn bezahlt, und je nach Quelle steckt die Umsatzsteuer noch mit drin. Der Vergleich mit der amtlichen Lohnstatistik weiter unten zeigt den Abstand.

Was kostet ein Maler oder ein Fliesenleger je Stunde?

Dazu habe ich keine Erhebung gefunden, die einen Betrag je Gewerk nennt und dazu sagt, worauf er beruht. Die Erhebung, die es gibt, veröffentlicht je Gewerk nur eine Reihenfolge und keine Zahlen. Die Reihenfolge steht auf dieser Seite, die Zahlen erfinde ich nicht.

Gilt der Satz auch für die Anfahrt?

Anfahrt, Kleinmaterial und Entsorgung werden oft getrennt berechnet. Ob und wie, gehört in den Kostenvoranschlag, und was dort rechtlich gilt, steht auf der Seite dazu.